Veranstaltungen & Aktuelles

Vortrag "Der Islam gehört nicht zu Deutschland!" und andere ärgerliche Debatten

Vortrag von Prof. Dr. Lutz Berger, Seminar für Orientalistik der CAU Kiel.

 

Die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, ist gerade in letzter Zeit immer wieder Gegenstand ebenso erhitzter wie uninformierter Auseinandersetzungen. Der Kieler Islamwissenschaftler Prof. Dr. Lutz Berger untersucht in seinem Vortrag nicht nur die Stichhaltigkeit der von beiden Seiten der Diskussion vorgebrachten Argumente. Er zeigt auch auf, welche Folgen diese und andere ähnliche Debatten (wie die über den Begriff „Islamismus“ und den Zusammenhang von Religion und Gewalt) für die Gesellschaft in der Bundesrepublik haben und was geschehen muss, damit das Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen in Deutschland weniger konfliktreich verläuft, als es gegenwärtig oft den Anschein hat.

Wann: Donnerstag, 26.4.2018, 18:15

Wo: Hörsaal A CAP 2 (Audimax)

Filmvorführung "Persepolis" organisiert von der Fachschaft

Liebe Student*innen,

Die Fachschaft Islamwissenschaft der CAU Kiel präsentiert den Film „Persepolis".

Dieser basiert auf dem gleichnamigen Comic von Marjane Satrapi und erzählt die Kinder- und Jugendgeschichte der Autorin, die ihre Erlebnisse und Erfahrungen während und nach der sogenannten „Islamischen Revolution" 1979 im Iran schildert.

Die kleine Marji wächst in einer linksliberalen Familie im Iran auf. Während sie ihre Kindertage mit Räuber- und Gendarmspielen auf den Straßen Teherans verbringt, beteiligen sich ihre Eltern an den Demonstrationen gegen den Schah. Der nach der Revolution 1979 errichtete Gottesstaat bringt allerdings nicht die erhoffte Freiheit. Marjis geliebter Onkel Anusch wird vom Revolutionsgericht als russischer Spion hingerichtet; ein Schwager der Mutter stirbt, weil ihm eine Herzoperation im Ausland verweigert wird; und auch sie selbst muss sich den Regeln der Mullahs beugen, muss Kopftuch tragen, was sie natürlich nicht will. Sie will Jeans. Sie will Nike-Turnschuhe. Sie will Rockmusik.

Persepolis erlangte internationales Ansehen und konnte unter anderem einen Preis bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes einheimsen.

Prof. Dr. phil. Berger vom Institut für Islamwissenschaft wird vorab eine Einführung in die zentralen geschichtlichen und politischen Ereignisse im Bezug auf die „Islamische Revolution" geben.

Für euer leibliches Wohl ist mit Getränken (Bier und Softdrinks) und veganen Leckereien gesorgt.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen!

Was?: Comicfilm „Persepolis"

Wann?: Mittwoch 18.04/ 19:00 Uhr

Wo?: CAP 3

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=tJzA334RfFE

Nüchternheit und Prüderie - über einen kulturellen Aspekt der Moderne in Iran

Vortrag von PD Dr. Roxane Haag-Higuchi von der Universität Bamberg

Montag, 16.04.2018 18:00-20:00 Uhr, CAP2 - Hörsaal F

Ein bemerkenswerter Teil der vormodernen persischen Literatur besteht aus Gedichten und Prosastücken, die wir heute als nicht jugendfrei bezeichnen würden. Dabei handelt es sich nicht um drittklassige schlüpfrige Produkte, sondern um Werke, die nach allen Regeln der rhetorischen und poetischen Kunst gestaltet sind. Schmähschriften, didaktische und Unterhaltungsliteratur nutzen das direkte Wort ganz unbefangen. Unter den Verfassern finden sich große Dichternamen wie die mystischen Poeten Sana’i und Jalal ad-Din Rumi sowie die Ikone der klassischen persischen Dichtung, Sa’di. Um das Ende des 19. Jahrhunderts beginnt ein Prozess, in dessen Verlauf diese Art von Literatur nicht nur obsolet, sondern aktiv ausgegrenzt wird. Autoren verfassen kaum mehr obszöne Schriften, darüber hinaus wird der literarische Bestand an das veränderte Empfinden angepasst: Die wissenschaftlichen Ausgaben der Klassiker erscheinen „gesäubert“, indem ganze Gedichte ausgelassen oder die beanstandeten Wörter durch Punkte ersetzt werden. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, welche Gründe man für diese mentalen Veränderungen anführen könnte und welche Vorgänge zur Verschiebung der literarischen Schamgrenzen geführt haben könnten.

Arabisch lernen in saharauischen Flüchtlingslagern in Algerien

Das Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK) bietet in Zusammenarbeit mit der saharauischen NGO, Ojos del Sahara – Centro ecológico y sociocultural, die Möglichkeit von Arabischsprachkursen und Studienaufenthalten in den saharauischen Flüchtlingslagern in Südwestalgerien.

Der nächste Reisetermin ist vom 08. September bis zum 07. Oktober 2018.

Der Sprachkurs umfasst 4 Wochen, kann aber in Absprache auch für einen kürzeren Zeitraum gebucht werden. Studienaufenthalte sind für die gleiche Dauer angelegt.

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Neue Richtlinien für Hausarbeiten

Für Hausarbeiten, die im Fach Islamwissenschaft geschrieben werden, gibt es eine neue Arbeitshilfe.