Veranstaltungen & Aktuelles

Deutsch-tunesischer Bildungsaustausch

Das Gesamteuropäische Studienwerk e.V. (GESW) organisiert zum sechsten Mal einen deutsch-tunesischen Jugendaustausch, der in Vlotho und Hammam Sousse bei unserer dortigen Partnerorganisation stattfinden soll. Wir möchten dir die Möglichkeit bieten, in eine fremde Gesellschaft einzutauchen und dabei auch die eigene Kultur ganz neu zu erfahren!

Für dieses inspirierende Programm suchen wir interkulturell neugierige Menschen zwischen 20 und 28 Jahren, die Interesse an den Themen Demokratie und Zivilgesellschaft mitbringen und Spaß an selbstständigem Arbeiten wie auch an Teamwork in gemischtnationalen Gruppen haben.

Geplant sind vorbehaltlich der Mittelzusage durch das Auswärtige Amt zwei Veranstaltungen vom 1. bis 9. September (Vlotho/Berlin) und 1. bis 8. Dezember 2018 (Hammam Soussse). Seminarsprache ist Englisch. Die Teilnahme an beiden Programmteilen ist verpflichtend.

Auf dem Programm stehen u.a.

*ein Wochenende in Berlin mit Besuchen im Bundestag und in der Gedenkstätte Hohenschönhausen

*Exkursionen nach Kairouan, Monastir und Tunis

*ein Tag in den Familien der tunesischen Teilnehmenden

*Gespräche mit NGOs und politischen Verantwortlichen

*Workshops und Debatten in der Gruppe zur Reflexion

Die Einzelheiten kannst du der ausführlichen Ausschreibung entnehmen: https://www.gesw.de/index.php/2018/06/11/ausschreibung-demokratie-leben-und-gestalten/

Unter der Voraussetzung, dass die beantragten Fördermittel bewilligt werden, beträgt der Teilnehmerbeitrag insgesamt 395 Euro für deutsche Teilnehmende. Darin enthalten sind die Kosten für Unterbringung und Verpflegung, Transport vor Ort und Programm. Die Flug- und Reisekosten werden bis zu einem Betrag von 380 Euro pro Person erstattet.

Hast du Lust auf neue Einblicke und Erfahrungen? Interessierst du dich für Fragen von Demokratie und Partizipation? Möchtest du gesellschaftlichen Wandel mit gestalten? Dann bewirb dich und sende das Anmeldeformular ausgefüllt bis zum 10. Juli 2018 an Navina Engelage (navina.engelage@gesw.de), die auch gern deine Fragen zum Projekt beantwortet.

Vortrag "Education and Culture of Resistance within the Muslim Brotherhood: a sociological perspective"

Vortrag von Emin Poljarevic, Universität Uppsala
Donnerstag 7.6., 16:15, Leibnizstraße 1 – R.104b

 

Emin Polarevic ist Religionssoziologe und Senior Lecturer am der
Theologie-Fakultät der Universität Uppsala. Sein Forschungsschwerpunkt
sind islamische Bewegungen und jugendlicher Aktivismus in der arabischen
Welt und Europa. Zu seinen Veröffentlichungen zählen die jüngst
erschienene Monographie/Islamist Grassroots and Youth Activism: A
Sociology of the Muslim Brotherhood and Salafi Movement in Egypt
/(London 2017) und verschiedene Artikel über Salafismus in Ägypten und
Europa.

Vortrag "(Wie) Kann man Fluchtursachen bekämpfen?"

Vortrag von Prof. Dr. Lutz Berger, CAU, Seminar für Orientalistik
Donnerstag, 31.5., 18:15, CAP 2 (Audimax), Hörsaal D
 
Die „Bekämpfung von Fluchtursachen“ ist ein zentrales Thema deutscher

und europäischer Politik geworden. Doch welche Möglichkeiten haben
europäische Staaten, durch eine „Bekämpfung von Fluchtursachen“ die
Einwanderung von Menschen nach Europa zu steuern? Diese Frage soll hier
am Beispiel einer für die Einwanderung nach Europa zentralen Region
näher untersucht werden. 

In einem ersten Schritt müssen dazu zunächst einmal Motive und
Mechanismen der Einwanderung aus dem Maghreb und Westafrika untersucht
werden. Die wenigsten Flüchtlinge, die aus der Region nach Europa
gelangen, sind Kriegsflüchtlinge. Anders als im Falle Syriens sind
Flüchtlinge in afrikanischen Kriegsgebieten meist Binnenflüchtlinge
oder bleiben in den Nachbarländern. Auch fliehen die wenigsten
Menschen, die aus der Region nach Europa kommen, vor absoluter Armut.
Wer sehr arm ist, hat kaum die Möglichkeit, die lange Reise nach Europa
mit Aussicht auf Erfolg anzutreten. Die Einwanderer, die nach Europa
gelangen, verfügen daher meist über im Vergleich zu ihren Landsleuten
gute ökonomische und kulturelle Ressourcen, die sie angesichts der
Unterentwicklung ihrer Heimat nicht ausreichend nutzen können.

Angesichts dessen ist für eine Bekämpfung von Fluchtursachen die
Überwindung der Unterentwicklung der Region zentral. Warum sind der
Maghreb und Westafrika anders als andere Länder (etwa die Türkei oder
Ostasien) nach wie vor von Unterentwicklung und Perspektivlosigkeit der
Jugend geprägt? Der zweite Teil des Vortrags wird die historischen
Ursachen von Unterentwicklung in der Region nachzeichnen und aufzeigen,
wie diese bis heute fortwirken. Unterentwicklung in (Nord)Westafrika
erklärt sich weder durch den Islam noch eine angebliche „afrikanische
Mentalität“ oder die Machenschaften westlicher Kolonialisten und
Großkonzerne. Sie ist das Ergebnis komplexer wirtschaftlicher und
politischer Prozesse, die hier in aller Kürze auf dem aktuellen
Forschungsstand dargestellt werden sollen.

Daraus ergeben sich dann die im dritten Teil des Vortrages
anschließenden Folgerungen, welche die Handlungsspielräume
westeuropäischer Politik deutlich machen werden.

Vortrag "Der Islam gehört nicht zu Deutschland!" und andere ärgerliche Debatten

Vortrag von Prof. Dr. Lutz Berger, Seminar für Orientalistik der CAU Kiel.

 

Die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, ist gerade in letzter Zeit immer wieder Gegenstand ebenso erhitzter wie uninformierter Auseinandersetzungen. Der Kieler Islamwissenschaftler Prof. Dr. Lutz Berger untersucht in seinem Vortrag nicht nur die Stichhaltigkeit der von beiden Seiten der Diskussion vorgebrachten Argumente. Er zeigt auch auf, welche Folgen diese und andere ähnliche Debatten (wie die über den Begriff „Islamismus“ und den Zusammenhang von Religion und Gewalt) für die Gesellschaft in der Bundesrepublik haben und was geschehen muss, damit das Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen in Deutschland weniger konfliktreich verläuft, als es gegenwärtig oft den Anschein hat.

Wann: Donnerstag, 26.4.2018, 18:15

Wo: Hörsaal A CAP 2 (Audimax)

Filmvorführung "Persepolis" organisiert von der Fachschaft

Liebe Student*innen,

Die Fachschaft Islamwissenschaft der CAU Kiel präsentiert den Film „Persepolis".

Dieser basiert auf dem gleichnamigen Comic von Marjane Satrapi und erzählt die Kinder- und Jugendgeschichte der Autorin, die ihre Erlebnisse und Erfahrungen während und nach der sogenannten „Islamischen Revolution" 1979 im Iran schildert.

Die kleine Marji wächst in einer linksliberalen Familie im Iran auf. Während sie ihre Kindertage mit Räuber- und Gendarmspielen auf den Straßen Teherans verbringt, beteiligen sich ihre Eltern an den Demonstrationen gegen den Schah. Der nach der Revolution 1979 errichtete Gottesstaat bringt allerdings nicht die erhoffte Freiheit. Marjis geliebter Onkel Anusch wird vom Revolutionsgericht als russischer Spion hingerichtet; ein Schwager der Mutter stirbt, weil ihm eine Herzoperation im Ausland verweigert wird; und auch sie selbst muss sich den Regeln der Mullahs beugen, muss Kopftuch tragen, was sie natürlich nicht will. Sie will Jeans. Sie will Nike-Turnschuhe. Sie will Rockmusik.

Persepolis erlangte internationales Ansehen und konnte unter anderem einen Preis bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes einheimsen.

Prof. Dr. phil. Berger vom Institut für Islamwissenschaft wird vorab eine Einführung in die zentralen geschichtlichen und politischen Ereignisse im Bezug auf die „Islamische Revolution" geben.

Für euer leibliches Wohl ist mit Getränken (Bier und Softdrinks) und veganen Leckereien gesorgt.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen!

Was?: Comicfilm „Persepolis"

Wann?: Mittwoch 18.04/ 19:00 Uhr

Wo?: CAP 3

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=tJzA334RfFE

Arabisch lernen in saharauischen Flüchtlingslagern in Algerien

Das Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK) bietet in Zusammenarbeit mit der saharauischen NGO, Ojos del Sahara – Centro ecológico y sociocultural, die Möglichkeit von Arabischsprachkursen und Studienaufenthalten in den saharauischen Flüchtlingslagern in Südwestalgerien.

Der nächste Reisetermin ist vom 08. September bis zum 07. Oktober 2018.

Der Sprachkurs umfasst 4 Wochen, kann aber in Absprache auch für einen kürzeren Zeitraum gebucht werden. Studienaufenthalte sind für die gleiche Dauer angelegt.

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Neue Richtlinien für Hausarbeiten

Für Hausarbeiten, die im Fach Islamwissenschaft geschrieben werden, gibt es eine neue Arbeitshilfe.