Bachelor - Islamwissenschaft

Kopftuchdebatte, Anschläge, Diktatur, Kriege: Alle reden über „die islamische Welt“, „den Islam“ und „die Muslime“. Meistens geschieht das, ohne dass die Leute, die sich an solchen Diskussionen beteiligen, wissen, was es mit all dem wirklich auf sich hat. Im Studium der Islamwissenschaft lernen Sie die Welt des Vorderen Orients von Marokko bis nach Afghanistan intensiv kennen. Sie lernen die Sprachen, die in der Region gesprochen und geschrieben werden (Arabisch und nach Wahl Türkisch oder Persisch), und können sich damit dann ein eigenes Bild davon machen, was die Menschen in der islamischen Welt umtreibt und wie sie denken. Dafür müssen Sie viel Zeit und Arbeit investieren. Das ist anstrengend, aber wenn Sie die nötige Energie hineinstecken, werden Sie sehen, dass es sich lohnt.

Im Studium geht es nicht nur um das Lernen von Sprachen. Die islamische Welt hat eine Geschichte von 1400 Jahren. Lange Zeit gehörten die von Muslim*innen beherrschten Gesellschaften zu den wirtschaftlich und wissenschaftlich erfolgreichsten der Welt. Was das genau heißt und wie es dazu kam, ist zentraler Gegenstand des Studiums. Genauso wichtig ist auch die Suche nach Antworten auf die Frage, warum der Vordere Orient heute so stark von Kriegen und Krisen geprägt ist.

Ein anderer Schwerpunkt des Studiums ist die islamische Religion. Sie erfahren, was wirklich im Koran steht (und lernen, ihn im Originaltext zu verstehen). Sie werden sehen, auf wie viele verschiedene Weisen Muslim*innen den Koran auslegen und welche anderen Quellen noch eine Rolle für die islamische Religion spielen. Dabei wird klar, dass die Muslim*innen im Laufe der Jahrhunderte ihre Religion immer wieder neu gedeutet haben. Hier spielen auch militante Bewegungen eine Rolle. Durch das Studium lernen Sie, ihren Aufstieg zu erklären, aber auch zu sehen, wie viele andere Möglichkeiten es noch gibt, Muslim zu sein.

 

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