Auslandsaufenthalte / Sprachkurse

Im Rahmen des Studiums des Faches Islamwissenschaft empfehlen wir allen Studierenden einen Auslandsaufenthalt zur Vertiefung und Erweiterung der im Studium erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen. Generell ist zu unterscheiden zwischen Aufenthalten für ein Hochschulsemester im europäischen Ausland - etwa im Rahmen des Erasmus-Programms der Europäischen Union - und Sprachaufenthalten im Nahen Osten zur Erweiterung der Arabisch-, Türkisch- oder Persischkenntnisse. Da die zeitliche Koordination eines solchen Aufenthaltes im Rahmen des Studiums nicht immer ganz problemlos ist, bemüht sich das Seminar für Orientalistik um eine möglichst großzügige Anrechnung von im Ausland absolvierten Kursen im Rahmen des hiesigen Studiengangs. Die Anerkennung von Leistungen sollte dabei möglichst bereits im Vorfeld mit dem zuständigen Studienfachberater geklärt werden. 

Dieser Text soll Ihnen nicht nur einen Sprachkurs oder ein Auslandssemester schmackhaft machen, sondern auch hilfreiche Hinweise zu Finanzierung und Organisation Ihres Auslandsaufenthalts geben.

Arten von Auslandsaufenthalten

Grundsätzlich ist wegen der Freiwilligkeit aller Auslandsaufenthalten keine bestimmte Form vorgeschrieben. Soll jedoch eine Anrechnung erfolgen, kommen eigentlich nur ein Sprachkurs oder ein Auslandssemester in Frage. Grenzfälle könnten Blockseminare oder Summer Schools sein. Das Pflichtpraktikum, welches im Rahmen der Fachergänzung absolviert werden muss, kann ebenfalls eine Gelegenheit sein, Erfahrung im Ausland zu sammeln. Außerdem finden in unregelmäßigen Abständen Exkursionen statt, die zwar nicht angerechnet werden können, aber Einblicke in das Zielland ermöglichen, die einem sonst wohl verborgen blieben.

Sprachkurs

Das Seminar für Orientalistik kann leider keine Sprachkurse vermitteln, ist jedoch bemüht diese anzurechnen. Einen Sprachkurs zu besuchen statt Arabisch III bietet sich z.B. an, da im dritten Semester bereits ausreichende Vorkenntnisse vorhanden sind, um von einem Sprachkurs in einem arabisch-sprachigen Land zu profitieren. Beste Ansprechpartner für mögliche Sprachschulen sind die Sprachdozenten, da diese eventuell Kontakte haben, aber auch einfach die Erfahrungen der anderen Student*innen nach einem Sprachkurs mitbekommen. Für die Anrechnung muss, wie bei den anderen Aufenthalten auch, unbedingt vorher mit dem Studienfachberater geklärt werden, inwieweit dies möglich ist.

Auslandssemester

Eine intensivere Auseinandersetzung mit einem Land bietet ein Auslandssemester. Dies kann im Rahmen von Erasmus absolviert  oder selbst organisiert werden. Da Erasmus nicht für arabische Länder oder Iran möglich ist, bleibt an außereuropäischen Zielen nur die Türkei. Eine Anrechnung mit Erasmus ist gut geregelt und verhältnismäßig leicht zu organisieren. Schwieriger wird es auf eigene Faust eine Universität zu finden. Doch auch dies ist nicht unmöglich und einige Universitäten in der arabischen Welt sind gut auf internationale Student*innen vorbereitet. Auch hier gilt, dass das Wissen der Dozenten die Planung erleichtern kann — diese einem das Planen jedoch nicht abnehmen können. Für die Anrechnung ist es notwendig vorher mit dem Studienfachberater selbige zu klären.

Exkursion

Exkursionen können als Abschluss einer Lehrveranstaltung oder ohne jeden Kontext stattfinden. Jedoch ist die Planung und Finanzierung mit Aufwand verbunden, der nicht Teil der eigentlichen Tätigkeit der Mitarbeiter ist. Deswegen finden diese nicht regelmäßig statt, sondern fast ausschließlich unter Mitarbeit der Student*innen. Sollte also Interesse an einer Exkursion bestehen, so gilt es sich zusammen zu tun und einen Dozenten oder die Fachschaft dafür zu gewinnen.

Praktikum

Wenn auch viel zu selten genutzt, ist ein Praktikum im Ausland grundsätzlich möglich und eine Gelegenheit Auslands- und Berufserfahrung gleichzeitig zu erwerben. Da Praktika im Rahmen der Fachergänzung stattfinden, sind die richtigen Ansprechpartner das Zentrum für Schlüsselqualifikationen, beziehungsweise., da es sich um einen Auslandsaufenthalt handelt, das International Center.

Finanzierungsmöglichkeiten

Einen Auslandsaufenthalt zu finanzieren ist oftmals mit bürokratischem Aufwand verbunden. Dieser kann sich jedoch lohnen und ein Bewerben auf diese Mittel macht in jedem Fall Sinn. Schließlich gibt es diese für genau den Zweck möglichst vielen Studenten einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen. Kümmern Sie sich frühzeitig und versuchen Sie es einfach. Auch Anträge und Bewerbungen schreiben ist eine äußert wichtige Fertigkeit, die Ihnen in Ihrem Leben immer wieder von Nutzen sein wird. Das International Center ist der extra dafür eingerichtete Ansprechpartner der Universität für Auslandsaufenthalte und deren Finanzierung. Wenn Sie darüber hinaus Unterstützung benötigen sollten, die Ihnen das International Center oder Ihr Umfeld und Familie nicht geben können, nehmen Sie die Angebote des AStA wahr oder wenden Sie sich an Arbeiterkind. Diese können helfen den manchmal schweren ersten Schritt zu machen. Auch die Fachschaft kann eventuell Kontakt zu Student*innen vermitteln, die bereits erfolgreich Anträge und Bewerbungen auf Finanzierung geschrieben haben. Da es an anderer Stelle ausführlichere und verbindlichere Auskunft über Finzanzierungsmöglichkeiten gibt, sei an dieser Stelle nur auf Anlaufstellen zur Förderung verwiesen: